Maschinen Ausrichten

Maschinen ausrichten

Maschinen ausrichten im Anlagenbau und der Instandhaltung ist ein Justiervorgang, welcher der optimalen Funktionsfähigkeit von Maschinen dient. Insbesondere bei rotierenden Anlagen wie Turbinen, Pumpen oder Walzanlagen müssen die einzelnen Komponenten präzise aufeinander abgestimmt sein. Nur so kann den negativen Folgen einer Fehlausrichtung, wie zum Beispiel hohen axialen und radialen Schwingungen, starker Lärmbildung, erhöhten Temperaturen und letztendlich dem frühzeitigen Verschleiß der Maschine vorgebeugt werden.

Maschinen Ausrichten bietet enorme Vorteile

Bereits bei der Montage sollte auf eine korrekte Ausrichtung der Anlage geachtet werden, da auf diese Weise sowohl die Betriebskosten als auch die Kosten für die Instandhaltung sowie Instandsetzung erheblich minimiert werden können. Eine präzise und ordnungsgemäße Ausrichtung

  • ermöglicht kontrollierte Schwingungen und Temperaturen,
  • erhöht die Verfügbarkeit der Maschine,
  • minimiert den Energieverbrauch,
  • beugt Maschinenstillständen vor.

Die regelmäßige Kontrolle und die kontinuierliche Anpassung des Ausrichtzustandes von Anlagen nach Inbetriebnahme, trägt darüber hinaus zu einer langen Lebensdauer von Maschine und Komponenten bei.

Ausrichten mit Justierelementen

Typische Anwendungsfälle der Ausrichtung sind z.B. die Wellenausrichtung oder die Kippfuß-Kompensation. Wird im Rahmen dieser Ausrichtprozesse bei den Messungen ein Justierbedarf festgestellt, kommen für den Ausgleich der Unterlegbleche und Passelemente zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um dünne Bleche oder Kunststofffolien, anhand derer Zwischenräume überbrückt, oder parallele Ausrichtungen in der Ebene vorgenommen werden können. Anhand dieser flexiblen Ausrichtsysteme wird eine unmittelbare Justierbarkeit ermöglicht, ohne dass Bauteile entfernt und aufwendig bearbeitet (z.B. geschliffen) werden müssen.

Unterlegbleche für den vertikalen Distanzausgleich

Prinzipiell gibt es zwei verschiedene Einsatzgebiete für Justierelemente. Zum einen ist dies der vertikale Distanzausgleich, bei welchem Maschinen- und Maschinenkomponenten waagerecht ausgerichtet werden, indem z.B. Kippfüße durch Unterlagen ausgeglichen werden oder Höhenunterschiede von zu koppelnden Anlagen mit sogenannten Unterlegblechen überbrückt werden. Ein typischer Anwendungsfall für den vertikalen Distanzausgleich ist z.B. die Wellenausrichtung an Pumpen und Motoren. Unterlegbleche sind u-förmige Bleche, welche grundsätzlich in zwei verschiedenen Ausführungen erhältlich sind:

  • Massive Unterlegbleche bestehen aus nur einem Blech einer bestimmten Stärke.
  • Kantenverklebte Unterlegbleche sind am Rand verbundene Blechpakete, die je nach Anwendung und zu überbrückender Distanz durch Abnehmen der einzelnen Blechfolien auf die jeweils benötigte Stärke reduziert werden können.

Sowohl massive als auch kantenverklebte Unterlegbleche sind als Standardsysteme ab Lager, aber auch als individuell gefertigte Teile nach technischer Zeichnung verfügbar.

Passelemente für die horizontale Ausrichtung

Ein weiteres Einsatzgebiet für Justierelemente ist der horizontale  Distanzausgleich. Bei diesem geht es um die Überbrückung von Abständen und die Präzise Ausrichtung zwischen Maschinenkomponenten, Bauteilen und Baugruppen. Für den Ausgleich horizontalter Distanzen kommen meist individuelle Passelemente zum Einsatz, die perfekt auf die einzelnen Bauteile abgestimmt sind. In der Regel werden solche Ausgleichsscheiben entweder aus massivem Blech oder aus schälbarem Schichtblech bzw. Kunststoff gefertigt. Die minimalen Blechdicken bei Einzelblechen betragen 0,05 mm. Schichtblech ist mit Foliendicken ab 0,025 mm erhältlich. Die Standard-Werkstoffe für Passelemente sind Edelstahl, Stahl, Aluminium und Messing. Abschälbare Teile können auch als leichte und einfach abziehbare Kunststoff-Zwischenlagen gefertigt werden.